swedenrock2017 flyerKurz vor Weihnachten gaben die Macher des größten schwedischen Rockfestivals erneut einen bunten Strauß neu bestätigter Bands bekannt. Als wäre das Billing bislang nicht schon eine Klasse für sich gewesen, hauen sie einem wieder Hochkaräter und Überraschungen um die Ohren. Dabei ist das gewohnt gute Programm beileibe nicht das einzige Qualitätsmerkmal des SwedenRock, weswegen es unsere Redaktion alljährlich dorthin zieht. Ähnlich wie Wacken verfügt das Open Air über ein hauseigenes Gelände, anders als in Wacken muss man aber nicht ans Meer fahren, sondern kann gemütlich dorthin laufen. Gute, lässige Stimmung ist dort, auch dank sehr freundlicher Security vorprogrammiert. Und wem das alles nicht reicht, der soll sich die Namen unten mal durchlesen:

Kaum eine andere Band hat den Hard Rock so geprägt wie die größte Band unseres Landes. Auch nach 50 Jahren rocken die SCORPIONS immer noch und werden bei der nächsten Auflage des SwedenRock dabei sein. Gerade in Schweden ist die Achtziger-Variante der Spielart seit jeher sehr beliebt, weswegen dort der Zuspruch sehr hoch sein dürfte. Immerhin haben die Hannoveraner mit ihrem Stageacting die Bühnenshows jener Dekade geprägt. Das aktuelle Album „Return To Forevr“ zeigte, dass die Herren es nicht verlernt haben, deswegen kommt ihnen die große Bühne in Sölvesborg gerade gelegen.

Im Zuge ihres Erfolges gründeten sich in Deutschland darauf hin viele, bis heute erfolgreiche Acts, von denen ja mit RUNNING WILD bereits einer bestätigt ist. Doro Pesch fing in der Zeit ihre Karriere bei WARLOCK an, mit denen sie vier Alben veröffentlichte. Nun gibt es auf dem SwedenRock eine ganz seltene Reunionshow mit ihrer alten Formation, die sich viele ihrer Anhänger sehnlichst gewünscht haben.
In jener Phase gründeten sich auch GRAVE DIGGER, die demnächst ihr achtzehntes Album „Healed By Metal“ veröffentlichen werden. Mit einer kurzen Pause gehören sie zu den beständigsten Acts des Teutonenstahls, was sie auch 2017 in der Norje Bucht unter Beweis stellen werden. Nicht ganz so alt sind PRIMAL FEAR, auch wenn deren Mitglieder allesamt in der Aufbruchsära des deutschen Metal anfingen. Mittlerweile haben sie auch schon 20 Jahre auf dem Buckel und einige Hits, die sie präsentieren können.

Zu den ganz großen Bands der Geschichte gehören auch die US-Mainstream-Progger von KANSAS, die nach 16 Jahren mit „The Prelude Implicit“ wieder ein neues Album veröffentlicht haben. Mitte der Siebziger mit Songs wie „Carry On Wayward Son“ und „Dust In The Wind“ ganz oben sind sie bis heute nicht unterzukriegen. Ihr Mix aus stadiontauglichen Melodien und einem instrumentalen Feuerwerk, inklusive charakteristischer Geige, hat bis heute nichts von seiner Magie verloren.
Eine weitere Konstante seit den frühen Siebzigern sind die Briten WISHBONE ASH, welche allen Trends und Querelen getrotzt haben. Zwar ist von den Gründungsmitgliedern nur noch Andy Powell mit an Bord, doch der unverwechselbare Sound aus Blues, Rock, Folk und Progressive bleibt unverändert. Live klappern sie unermüdlich die Clubs an und bekommen nun mal wieder die Gelegenheit eine große Bühne zu spielen.

Ebenso alte Haudegen sind die DEAD DAISIES, die aber erst seit ein paar Jahren unter dem Namen firmieren. Ihre früheren Arbeitgeber lesen sich bei Doug Aldrich (WHITESNAKE, DIO), Marco Mendoza (THIN LIZZY, WHITSNAKE), Brian Tichy (OZZY OSBOURNE, WHITESNAKE, FOREIGNER) und John Corabi (MOETLEY CRUE) wie ein Who is Who der Rockgeschichte. Der möchten sie mit ihrer neuen Formation ein weiteres Kapitel hinzufügen.
Auch schon vor langer Zeit gegründet wurden LUCIFER´S FRIEND, mit denen eine weitere deutsche Kultband im nächsten Jahr auftreten wird. Leider konnten sie nie in die Riege der ganz großen aufsteigen, dennoch war ihr Gig 2015 so umjubelt, dass sie von den Zuschauern wieder gewünscht wurden. Als Sänger fungiert wie schon in den Siebzigern John Lawton, der zwischendurch auch bei URIAH HEEP war. Ebenfalls im Classic Rock sind BOB WAYNE & THE OUTLAW CARNIES aus Seattle unterwegs, sowie ART NATION, welche die AOR-Tradition schwedischer Bands fortsetzen.

Kultfaktor im Heavy Metal besitzen zwei Bands, die ebenfalls beim SwedenRock 2017 am Start sind: Die Norweger ARTCH konnten 1988 mit „Another Return“ eine klasse Scheibe vorlegen, die aber leider in den Wirre von Thrash, Hair Metal und später Grunge unterging. Seit ein paar Jahren ist die Truppe wieder aktiv und konnte im abgelaufenen Jahr bei Keep It True überzeugen. „Diamond Dreamer“ war der große Wurf der Niderländer PICTURE, doch gegen die Konkurrenz der NWOBHM konnten sie sich nicht ganz durchsetzen.

Auch für Freunde der härteren Klänge gibt es wieder reichlich Futter, angeführt von Finnlands Thrash-Hoffnung LOST SOCIETY. Die Jungspunde wandeln auf den Spuren von Funbands wie TANKARD oder NUCLEAR ASSAULT. Jari Mäenpää hat seit seinem Ausstieg bei ENSIFERUM mit WINTERSUN ein hoch gelobtes Projekt am Start, welches in epischen Gewässern fischt, aber auch die Paganfraktion bedient. Ebenso atmosphärisch und nur von einer Person in Form von Amalie Bruun betrieben ist der Post Black Metal von MYRKUR. (Pfälzer)

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