cromonic timeDiese Schweden hier sind auch keine Anfänger mehr. Sieht man sowohl auf den Fotos, aber man hört es auch. Zumindest Sänger Pasi Humppi und Gitarrist Patrik von Porat sind noch bekannt von FRETERNIA. CROMONIC gehen in eine ähnliche Richtung: typisch skandinavischer Melodic Metal mit Einhörnern und Fantasylyrics. Ab und an ist die Grenze zum Kitsch erreicht, aber man muss der Band sein gewisses Maß spielerischen Können und ein gutes Songwriting attestieren.

powerflo powerfloFür mein Empfinden verwenden Musikjournalisten inzwischen die Bezeichnung „Supergroup“ ein wenig zu inflationär. Wird doch mittlerweile jede neue Band, die aus Mitgliedern halbwegs bekannter Acts besteht, sofort mit dieser Bezeichnung belegt. Dabei verfügen die meisten dieser so genannten Startruppen über die Langlebigkeit einer Portion Fast Food und ihre Musik ist oft ebenso gehaltvoll wie eine Portion desselbigen. Mit POWERFLO ist nun die nächste Ansammlung bekannter Musiker am Start und auch hier wird schon wieder bereitwillig der Stempel mit der Aufschrift „Supergroup“ aus der imaginären Schublade gekramt.

sacredreich ignorance30thSACRED REICH dürften wohl, nach FLOTSAM & JETSAM, die bekannteste Band aus Phoenix, Arizona sein. Doch genau wie diesen blieb der Band der ganz große Durchbruch stets verwehrt. Trotz dieses Umstands gelten SACRED REICH bei eingeschworenen Thrash Metal Fans noch heute als Kultband und haben mit dem ehemaligen VOIVOD, METALLICA und FLOTSAM & JETSAM Bassisten Jason Newsted einen äußerst bekannten Fan. Auch gelten die Alben der Truppe als echte Klassiker, obwohl das letzte Album „Heal“ bereits 1996 erschien.

pantaleon virusWährend ich in letzter Zeit häufiger den Klängen des PANTALEON Debütwerks „Virus“ gelauscht habe, ist mir bewusst geworden, dass ich viel zu wenig Progressive Metal/Rock bis dato in diesem Jahr gehört habe. Das mag auch damit zusammenhängen, dass die einstigen Helden wie SYMPHONY X, DREAM THEATER und VANDEN PLAS oder auch SPOCK’S BEARD und THRESHOLD schon lange nichts mehr oder nichts wirklich Gescheites veröffentlicht haben.

blindguardian livebeyondthespheresZwei Jahre nach der Veröffentlichung von „Beyond The Red Mirror“, ihrem bisher zehnten Studioalbum, touren BLIND GUARDIAN immer noch mit der Scheibe durch die Weltgeschichte. In den letzten beiden Jahren spielte die Band logischerweise unzählige Shows. Was läge da näher als die Veröffentlichung eines Livealbums?

urn theburningURN lärmen bereits seit 1994 in der finnischen Pampa umher, ihr Debütalbum „666 Megatons“ kam allerdings erst 2001 heraus. Mit „The Burning“ liegt ihr vierter Lonplayer in den Starlöchern. URN scheißen auf Innovationen, sie stehen auf die alten Thrash/Black Metal-Pioniere ala HELLHAMMER/CELTIC FROST, SODOM, KREATOR, BATHORY, SLAYER oder VENOM und machen keinen Hehl daraus.

Europe TheFinalCountDown Roundhouse LiveDie Welle an Jubiläen reißt nicht ab, auch EUROPEs Erfolgsalbum „The Final Countdown“ feiert seinen Geburtstag. Im Gegensatz zu einigen Kollegen legt die Band aber nicht einfach das Album mit ein paar Bonus-Tracks neu auf, sondern veröffentlicht ein Konzert der letzten Tour. Der Mitschnitt stammt aus dem legendären Roundhouse in London und kann sich sehen und hören lassen.

radiationromeos radiationromeosUnd ewig projektet Frontiers Records! Wo Roadrunner und Earache in den Neunzigern etliche Tribute-Alben nutzten um die Veröffentlichungszahl hochzuhalten, versucht es das italienische Melodic Rocklabel mit immer neuen Bands mehr oder minder bekannter Musiker. Parramore McCarty war in den Achtzigern bei WARRIOR am Start, bevor ihn Steve Stevens zu seiner Solotruppe ATOMIC PLAYBOYS holte. Anfang des Jahrhunderts konnte er im Power Metalrevival mit seiner alten Truppe ein paar Erfolge feiern, nun hat er sein eigenes Ding am Start. So ganz sein Eigen sind die RADIATION ROMEOS dann vielleicht auch wieder nicht, am Songwriting hatte Michael Voss erheblichen Anteil, der ja mit PHANTOM 5 auch zur Frontiers-Familie gehört. Der deutsche Produzent hat auch den einen oder anderen Musiker auf „Radiation Romeos“ mitgebracht.

marillion misplaced childhood deluxe editionMARILLION legen dieses Jahr ihr Jahrhundert-Werk „Misplaced Childhood“ in einer schicken und umfangreichen Deluxe-Edition neu auf. Und umfangreich trifft hier den Nagel auf den Kopf. Mit insgesamt vier CDs und einer Blu-Ray liefert die Band ein richtiges Paket für ihre Fans ab.

prong zerodaysPRONG werden mir allmählich ein wenig unheimlich, veröffentlichen sie doch seit ihrem 2014er Werk „Ruining Lives“, pünktlich wie die Maurer, jedes Jahr eine neue Scheibe. So ist ihr am 28.07. erscheinendes Album „Zero Days“ bereits das Vierte in den letzten vier Jahren und insgesamt das Elfte in der Karriere der Band. Andere Gruppen schaffen es teilweise nicht einmal, ein einziges Album in vier Jahren, zu veröffentlichen. Hierbei sei noch erwähnt, dass Tommy Victor (Gitarre, Gesang) und seine beiden Mitstreiter Mike Longworth (Bass, Hintergrundgesang) und Art Cruz (Schlagzeug) auf jede neue Veröffentlichung stets eine ausgiebige Tour folgen lassen.

ghostmaker alohafromthedarkshoresWenn man sich anschaut, was Woche für Woche unterhalb der Oberfläche so veröffentlicht wird, dann ist es schon erstaunlich, wie viele Bands es hierzulande gibt, die Musik machen, die völlig unkommerziell und eigentlich zum Scheitern verurteilt ist. GHOSTMAKER aus Berlin sind ein solches Beispiel und dass ihr Debüt von Noisolution, ebenfalls aus Berlin, promotet wird stellt in diesem Zusammenhang quasi das Schließen des Kreises dar.

comaniac instructionfordestructionSchön, dass es den geilen Alpenthrashern von COMANIAC gelungen ist, einen Deal mit SAOL zu ergattern und ihren ersten vollen Longplayer zu veröffentlichen. „Instruction For Destruction“ hat allerdings mit der rasanten Vorgängergranate „Return To The Wasteland`“ kaum noch was zu tun. Vieles klingt einfach aufgeräumter und etwas gebremster.

ten gothicaDer Weg des italienischen Vorzeigelabels Frontiers ist eng mit den britischen Melodicrockern verbunden. Schließlich waren es Liveaufnahmen, die Serafino Perugio seinerzeit unbedingt veröffentlichen wollte, so dass „Never Say Goodbye“ heute die Katalognummer Eins ziert. Während die Plattenfirma seitdem von Erfolg zu Erfolg eilt, stagnierte die Karriere von TEN zunehmend. Ein paar Mal trennten sich die Wege, die letzten drei Veröffentlichungen erschienen beim kleinen Rocktopia Records, doch nun ist die Formation zurück im Heimathafen. Bei allen geschäftlichen Veränderungen gelang es dieses Mal die Besetzung zusammen zu halten. Was hat sie zwei Jahre nach der letzten EP „Dragon And Saint George“ mit „Gothica“ als Geschenk zur Wiedervereinigung mitgebracht?

Bloodclot Up In ArmsHardcore lebt und war noch nie tot. Zur aktuellen Stunde lebt er allerdings noch etwas deutlicher, sieht man sich die teils katastrophalen Umstände in der Welt an, die der Hardcore unter vielen anderen Stilrichtungen zum Thema haben. Hardcorelegende John Joseph hat sich mit namhaften anderen Musikern zusammengetan, um den Stand der Dinge mal wieder lauthals kundzutun, und das gelingt ihm auf „Up In Arms“ auch hervorragend, eingepackt in einen leckeren Happen Musik.

damanek ontrackGuy Manning ist ein viel gereister in Sachen Prog, auch wenn er eher der Mann für die Hintergrundtöne ist. Ob bei THE TANGENT, UNITED PROGRESSIVE FRATERNITY oder seiner eigenen Band MANNING war bislang immer Qualität von dem geschmackvollen Künstler zu erwarten. Nun entschied er sich dafür, ein neues Projekt zu starten, und führte einige ebenso klangvolle Namen zusammen, die von früheren Arbeiten her kennt. Mit Bassist Dan Mash war er bei MASCHINE, der Formation um Ausnahmegitarrist Luke Machin, der einige Soli beisteuerte. Der dritte im Bandnamen DAMANEK enthaltene Musiker ist der deutsche Marek Arnold von TOXIC SMILE, der sich um die Blasinstrumente kümmert. Abgerundet wird die Truppe vom früheren UNITOPIA-Keyboarder Sean Timms, wobei auf dem Debüt "On Track" auch viele Gastmusiker zum Einsatz kommen.

Killflavour ForestMirrorNach wie vor dient das Saarland durchaus als Quell der musikalischen Talente sowie deren Förderung, wenn auch im entsprechend überschaubaren Rahmen. Aber Großes entsteht aus Kleinem, so der Leitspruch des jüngst gegründeten saarländischen Labels Barhill Records, dessen Premiere durch die Veröffentlichung des ersten Albums gefeiert wird in Form von „Forest Mirror“, dem mittlerweile bereits fünften Album der Band KILLFLAVOUR. Was so besonders an ihrem Musikstil „Dark Kraut“ und an der Combo selbst bzw. an ihrer Geschichte ist, könnt ihr in den nächsten Zeilen lesen.

thedevilandthealmghtyblues iiTHE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES. Mein lieber Herr Gesangsverein! Auf einen cooleren Bandnamen muss man erstmal kommen. Aber neu im Geschäft sind die Norweger – um genauer zu sein Osloer – keineswegs. Wie man leicht erraten kann, ist “II” der zweite Longplayer. Das selbstbetitelte Debüt reicht zurück ins Jahr 2015. Aber mit dem Freak Valley und dem Roadburn Festival kann die Band sich mittlerweile zwei Genre-Referenzen auf die Fahne schreiben, die sich gewaschen haben.

HAREM SCAREM United COVER smallWas haben HARDCORE SUPERSTAR, BON JOVI, Tom Rush, Robbie Williams und Edith Piaf gemeinsam? Ich würde wetten, dass „No Regrets“ in der Topliste der meistgewählten Song-, Album- und Buchtitel ziemlich weit oben rangieren dürfte, knapp hinter „Forever“. HAREM SCAREM reihen sich da nun mit einem Track auf ihrem neuen Album „United“ ein. Und der fetzt so dermaßen, dass er unverzüglich auf jede Hardrock-Disco Playlist gehört: Der treibende Beat des Schlagzeugers Creighton Doane, die wunderschönen Gitarrenriffs von Pete Lesperance, die Bassline von Stan Miczek und die sich ohne Umschweife in den Gehörgang fressenden Hooklines und Refrains von Sänger Harry Hess gehen hier eine schlicht perfekte Symbiose ein: Was für eine Vollgas-Hymne von Weltklasse!

corpsia genocidesinthenameofgodBis 1986 war Brasilien nur ein weiterer weißer Fleck auf der Weltkarte des Metal. In diesem Jahr erschien mit „Morbid Visions“ das Debüt von SEPULTURA und zeigte erstmals, dass das südamerikanische Land musikalisch weitaus mehr zu bieten hat, als nur Samba. Seitdem sind über 30 Jahre vergangen und natürlich haben die brasilianischen Bands längst ihren einstigen Exotenstatus verloren. Doch auch heutzutage ist das Land noch immer eine wahre Brutstätte für Thrash Metal Bands.

openburn openburnOPEN BURN wollen das Erbe des verstorbenen LETHAL Leadgitarristen Eric Cook weiterführen. Dell Hull (Gitarre), Glen Cook (Bass) und Jerry Hartman (Drums) sind vom einstigen LETHAL Line-Up noch übrig. Ausnahmesänger Eric W. Johns, der zuvor u.a. bei SIMPLE AGGRESSIONS und SOUTHERN GENTLEMAN gemeinsam mit Chastain tätig war, sowie Jerry Hartman (Drums) vervollständigen OPEN BURN. Wer jetzt eine Granate wie das unsterbliche „Programmed“ Album erwartet, ist schief gewickelt.


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