lambofgod thedukeMittlerweile scheint alles im Lot zu sein bei den Modern Thrasher aus Richmond. Sänger Randy Blythe ist auf freiem Fuß und Drummer Chris Adler hat die Stöcke bei MEGADETH wieder niedergelegt. Mit dem Rückenwind und der starken und erfolgreichen letzten Platte „VII: Sturm Und Drang“ können sie weiter durchstarten. Gebremst wurden LAMB OF GOD aber Ende letzten Jahres, als die Europatournee mit CHILDREN OF BODOM wegen der Terrorbedrohung abgesagt wurde. Doch dieses Jahr waren sie viel unterwegs, bevor es an den nächsten Longplayer geht. Als Überbrückung bis dahin veröffentlichten die Truppe nun die EP „The Duke“.

Klingen die ersten Sekunden des eröffnenden Titeltracks noch stark nach dem düsteren Vorgänger, so wird der Song schnell überraschen. So melodisch sind die Herren noch nie zu Werke gegangen, Randy Blythe bietet eine überzeugende Performance, sein typisches zwischen Gekeife und Schreien pendelndes Organ kommt hier nur sehr sporadisch zur Geltung. Von Riffing her ist dies gewohnte Kost, wenn auch eher simpel, so dass sich die Band nicht ganz so weit weg vom angestammten Terrain bewegt. Im Gesamtergebnis kommt damit eine sehr interessante Nummer heraus, die aber weniger auf „VII: Sturm Und Drang“ gepasst hätte.
Genau dies ist auch der Grund für diese Veröffentlichung, denn man hatte noch ein paar Songs in der Hinterhand, die eben nicht ganz zum letzten Longplayer passten. Anhand von „The Duke“ sieht man, dass es weniger mit der Qualität zu tun hat, da das Stück von Beginn an zündet. Selbiges gilt für das marschierende „Culling“, das typischer für LAMB OF GOD ist, dafür vielleicht ein wenig zu sehr die Nähe zum großen Einfluss PANTERA aufweist. Doch vor allem die Leadfills sowie der leicht rockige Refrain bringen auch genügend Eigenständigkeit mit hinein.

Neben den beiden neuen Stücken gibt es noch drei Livetracks, welche die Bühnenpower von der Band schön einfangen. „Still Echoes“ wurde beim letzten „Rock Am Ring“ mitgeschnitten, bevor einige obskure Politiker das Event abbrachen. Vom Sound her fällt die Aufnahme ein wenig dumpf aus, dafür geht das Lied sehr gut nach vorne. Transparenter vom Mix her, aber auch etwas trockener fallen die zwei Stücke vom „Bonaroo“- Festival in Tennessee aus. „512“ und „Engage The Fear Machine“ stammen ebenfalls vom aktuellen Album und zeigen ebenfalls das druckvolle und tighte Spiel des Fünfers. Ob das allerdings als Kaufanreiz genug ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, vielleicht hätte man das Material auch als Bonustracks oder bei einer Special Edition dazu packen können. (Pfälzer)

 

Bewertung:

Pfaelzer6,5 6,5 / 10


Anzahl der Songs: 5
Spielzeit: 22:22 min
Label:Nuclear Blast
Veröffentlichungstermin: 18.11.2016

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