SUiCiDE iDOLS COVER small

„Suicide Idols“ ist das nunmehr zweite vollständige Studioalbum der SUICIDE BOMBERS, einer Sleaze-Rock-Combo aus dem hohen Norden, um genau zu sein aus der norwegischen Hauptstadt Oslo. Erstmalig auf der Bildfläche erschienen ist die Band um Frontmann und Gitarrist Chris Damien Doll im Jahr 2012, mit der Veröffentlichung des Debüt-Albums „Criminal Record“, welches sich insbesondere durch Songs wie „High On Explosives“ oder „This Time Tomorrow“ auszeichnete. Nach einem Mini-Album („The Sex Tapes“) im Jahr 2015 meldet sich die Band nun mit einem Longplayer zurück.

Nach über einer Dekade Glam-Punk mit den TRASHCAN DARLINGS (1995-2008, R.I.P.) wildert Doll in neuen musikalischen Gewässern: Bereits seit 2007 ist er bei der Norwegisch sprachigen Punk-Kapelle RONNY PØBEL mit am Start, die seitdem sechs Alben veröffentlicht hat. Seit 2012 ist er nun also auch in Sachen Hard Rock / Sleaze unterwegs. An seiner Seite: Lead-Gitarrist Lazy Leather (Lasse Bjerkan), Bassist C. Slim (Espen Løken, der Gründungsmitglied Jens Nero Nielsen ersetzte) und Schlagzeuger Lyle Starr (Yngve Nilsen).

Nun ist bekanntermaßen die Szene im schwedischen Nachbarland, welches eine Sleaze-Band nach der anderen ausspuckt, größer als in Norwegen. Die SUICIDE BOMBERS versuchen gar nicht mit ihrer Musik den typischen Schweden-Sound nachzuahmen, sondern drücken dem Genre ihren ganz eigenen Stempel auf und kreieren etwas Neues, dabei jedoch immer wieder Assoziationen an 80er Glam-Bands wie PRETTY BOY FLOYD oder auch mal RATT weckend.

Man kann jetzt nicht gerade sagen, dass es der Band an Selbstbewusstsein mangelt: „Die Kinder von Morgen steigen aus dem Himmel hinab. Wir sind unsterblich, wir sind die Prophezeiung ... Wir sind Rock’n’Roll. ... „Suicide Idols“ ist eine göttliche Übertragung, das erste heilige Album. Es steht jenseits jeder Kritik... Ein Leuchtfeuer in der Ödnis falscher Propheten und deren Göttern.“  Wer solch großen Töne spuckt, sollte besser abliefern! Und das tun sie.

Meines Erachtens wird es der Band definitiv gelingen mit „Suicide Idols“ ihre Fanbase zu erweitern: Chris Damien Doll hat in der Vergangenheit schon oft genug bewiesen, dass er catchy Melodien schreiben kann und enttäuscht auch hier definitiv nicht. Sein rotzig-rauer Gesang ist markant, mit vielen Ecken und Kanten. Lazy Leathers straight-foward Gitarrenspiel macht von Vorne bis Hinten einfach Spaß.
Auch wenn ich die Band leider noch nie live gesehen habe, kann ich mir vor meinem geistigen Auge bereits genau das hochgerissene Saiten-Instrument vorstellen - ebenso wie die von den Fans begeistert mitgesungenen Refrains. Hooklines werden am laufenden Band abgeliefert. Eine durchweg kraftvolle Performance mit Suchtgefahr. So lief das Album bei mir nun auch schon locker ein Dutzend Mal – und weiß von Mal zu Mal besser zu gefallen.

Was meinen Lieblings-Track der Platte angeht, kann ich mich nicht so recht zwischen „We Got Tonight“ und „Generation Kill“ entscheiden, aber hey, zum Glück muss ich das ja auch gar nicht und stell das ganze Ding einfach auf Auto-Repeat... (Manu)

 
Bewertung:

Manu8,5 8,5 / 10


Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 40:03 min
Label: Suicide Records
Veröffentlichungstermin: 21.04.2017

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